Donnerstag, 18. September 2014

Atemnot

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  • Originaltitel: Drowning Instinct
  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (4. September 2014)
  • ISBN-10: 3863960645
  • ISBN-13: 978-3863960643
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
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Klappentext
 Es gibt Geschichten, in denen das Mädchen seinen Prinzen findet, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. So eine Geschichte ist das hier nicht. Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem Hausbrand ums Leben gekommen. Es gibt Geschichten, in denen das Monster das Mädchen umbringt und alle um das unschuldige Opfer trauern. So eine Geschichte ist das hier auch nicht. Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer ziemlichen … Anziehungskraft. Und dann gibt es noch die Geschichten, bei denen man schwer sagen kann, wer der Prinz und wer das Monster ist, wer das Opfer und wer es verdient, bis an sein Lebensende glücklich und zufrieden zu leben. Diese Geschichten sind die besten.
[Quelle: amazon.de/Bild: lovelybooks.de]

Kritik
Mit "Atemnot" habe ich mich auf ein Buch eingelassen, dessen Klappentext ich nicht einmal gelesen habe. Zum einen klingt der Titel einfach interessant und das Cover sieht grandios aus. Da musste ich es einfach lesen.

Es ist schlimm zu erfahren, dass Jenna schon mit 8 jahren fast gestorben sei und dass für sie schon dort ihr Leben nicht mehr so verlief, wie es bei einer 8jährigen sein sollte. Dazu kommt auch noch ihr Leben in den Psychatrien, obwohl sie gerade mal 16 ist und sie doch in dem Alter mit Freundinnen ausgehen würde. Ilsa J. Bick konnte Jennas "Problemchen" sehr gut beschreiben, so dass man sich vorstellen, wie sie sich zu scharfen Dingen hingezogen fühlt.
Jenna war mir anfangs sehr eigenartig, denn sie hielt sich fern von ihren Mitschülern und wollte an nichts teilnehmen, was die Schule ihren Schülern nebenbei anbot. Doch im Verlauf der Handlung konnte ich es nachvollziehen, warum sie sich von allem distanzierte.

Mitch Anderson verhielt sich für einen Chemielehrer sehr vertrauenswürdig, denn er bot ihr an, sich bei jedem Problem bei ihm zu melden. Er war nämlich da, als Jenna etwas schreckliches angetan wurde. Ich hatte anfangs sehr viele Bedenken bei Mr Andersen und seiner Hilfsbereitschaft. Wäre er ein Vertrauenslehrer, hätte ich es verstehen können, aber ein gewöhnlicher Lehrer weckt nicht so ein intensives Vertrauen in einer seiner Schülerinnen. Ich dachte mir, dass etwas an ihm nicht stimmte und das zeigte sich dann am Ende, ob ich richtig lag.http://d.gr-assets.com/books/1331339352l/12083233.jpg

Dennoch gab es eine Szene, die mich erschüttert hat, wo sie vor ihren Eltern stande und Mr Anderson darauf hoffte, dass sie ihren Eltern davon berichtete, aber sie hielt den Mund. Ich fand es schade, dass sie keinen Grund für ihr Handeln nannte. Jennas Eltern sind der Albtraum vieler Kinder: die Mutter ist Alkoholikerin und ihr Vater betrügt sie mit seinen Krankenschwestern. Darunter hat sie natürlich zu leiden. Dazu kommt noch, dass ihr Bruder, Matt, im Irakkrieg ist und beide sich nur mit Hilfe von E-mails verständigen können.

Obwohl der Schreibstil sehr flüssig war, fande ich die ersten 100 Seiten eher langatmig. Dass die Autorin nicht gleich auf den Punkt wollte, konnte ich mir schon denken und es ist ihr auch gelungen. Ich liebe es, wenn mich ein Punkt gleich packt. Aber der langsame Verlauf einer Handlung war mal etwas anderes und ich habe mich ohne Widerrede darauf eingelassen.
Die Idee, dass ein Polizist eines seiner Opfer ein Tonband in die Hand drückt, damit sie im Krankenhaus ihre Lebensgeschichte erzählt, war richtig gut. Jenna spricht nämlich nicht mit uns Leser, sondern widmet ihre Geschichte Bob, der nicht mit Worten an sie heran kam.
Das Ende gefiel mir am Besten, da konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Jetzt komme ich zum Cover: Es sieht genial aus. Schon vom Hinsehen bekommt man Atemprobleme, denn man versetzt sich sehr schnell in die Rolle des Mädchen. Man stellt sich diesen einen Moment vor, in dem der Kopf im Wasser ist und man wieder Luft bekommt. Dieses Cover gehört zu den besten in meinem Bücherregal und ich könnte es mir stundenlang ansehen.

Fazit
Bilder von Ilsa J. BickMit diesem Buch hat Ilsa J. Bick bewiesen, dass sie nicht nur über Zombies , sondern das Talent hat, einen Jugendroman, welches unter die Haut geht, schreiben kann. Es war ein unvergessliches Leseerlebnis, das mir beschert wurde und ich nur weiterempfehle.

Die Autorin
Ilsa J. Bick ist Kinder- und Jugendpsychiaterin und ehemalige Air-Force-Majorin, widmet sich mittlerweile aber ganz ihrem Autorinnendasein. Am liebsten schreibt sie Romane und Kurzgeschichten, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. 


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Vielen Dank an den Egmont INK-Verlag 
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplar


1 Kommentar:

  1. Hallo Besra,
    ich habe dieses Buch auch im letzten Jahr durchgelesen. Meine Rezension geht vermutlich im Laufe der nächsten Woche online. Es fiel mir sehr schwer eine spoilerfreie Meinung niederzuschreiben.

    Dieses Buch musste einige Zeit auf meinem SuB darauf warten, dass ich es lese. Immer war ich der Meinung noch nicht in der richtigen Stimmung dafür zu sein. Ich habe einst von Ilsa Bick die ersten drei Bände der Ashes Reihe gelesen und wusste schon, dass die Autorin sehr gut schreibt.
    Dass dieses Buch so lange auf dem SuB gewartet hat, war ein großer Fehler. Ich wurde so positiv überrascht. Und das in allen Punkten: Charaktere, Schreibstil und ganz besonders dem Handlungsstrang. Atemnot hat mich auch Tage danach noch lange nicht losgelassen.

    Mit Recht eine Fünf-Sterne-Empfehlung und eine sehr gelungene Rezension von dir.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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